Mikroplastik und Einbruchsvorbereitungen?!

Da beim 3D-Druck kleine Unebenheiten entstehen können und eine Verklebung – zumindest bei mir – nicht hundertprozentig genau ist ist es notwendig mit Spachtelmasse und Schleifpapier dem Plastik zu Leibe zu rücken. Zumindest dann, wenn man ein halbwegs gerades Endergebnis nach dem Lackieren haben möchte.

Mittlerweile habe ich mehrere Stunden mit dem Schleifen verbracht, dass ich das Gefühl habe, mittlerweile ungefähr 1/4 Kilogramm von dem Plastik abgeschliffen zu haben. Dabei ging durch das Schleifpapier – gefühlt – auch meine Fingerabdrücke an den Fingerspitzen abhanden. Meine Fingerspitzen fühlen sich so extrem glatt an, dass ich wohl noch nicht mal einen Fingerabdruck bei einem Einbruch hinterlassen würde…

Übrigens… Eigentlich wollte ich den Würfel erst komplett zusammen kleben und abschließend Spachteln und abschleifen. Zum Glück habe ich den Plan geändert, sonst wäre das deutlich umständlicher geworden. So muss ich jetzt die 5 großen Module nur noch zum Würfel zusammenkleben und anschließend nur noch die Klebekanten verschönern.

Plastikhaufen

Fast 400 Teile… aus dem 3D-Drucker… Ok…

Aber alle auf einen Haufen liegend wirkt das doch schon beachtlich. Ich bin wirklich gespannt darauf, ob am Ende der LED-Würfel rauskommt, wie ich ihn mir so gedacht und geplant habe.

Geschafft!!!

Endlich ist es geschafft. Das CAD-Design vom LED-Würfel ist endlich fertig!

Und obendrein ist der 3D-Druck der ganzen Teile – wohlgemerkt insgesamt 394 Teile – auch bald fertig…

Gebändigtes Kabel

Das nächste Teil welches fertig ist… der Netzschalter-Halter. Und da mir gerade CAD und 3D-Druck so viel Spass macht, direkt noch eine Kabelzugentlastung.

Ok, ob Letzteres tatsächlich in einem Praxistest bestehen würde, weiß ich nicht. Denn Ich werde es weder testen, noch bin ich gewillt es zukünftig herauszufinden. Aber für ein wenig Sicherheit wird es sicherlich sorgen und ein leichter Zug am Kabel wird nicht gleich die halbe Elektronik aus dem LED-Würfel ziehen.

Apropos Vergesslichkeit… Im letzen Beitrag habe ich geschrieben, dass ich fast den MicroSD-Kartenleser vergessen hätte. Beim Druck des letzen Teil des Fusses mit dem Ausschnitt für den Netzschalter hätte ich fast Lüftungsschlitze vergessen. Die Lüftungsschlitze aus dem Grund, dass ich bei Bedarf noch einen kleinen 40 mm Lüfter einbauen könnte. Nur für den Fall, dass das Netzteil oder andere verbaute Teile im Inneren so viel Hitze produzieren, dass der LED-Würfel Gefahr läuft wegzuschmelzen.

Also was habe ich daraus gelernt? Bei größeren Projekten Notizen und vielleicht einen Plan machen, anstatt alles im Kopf und rudimentär in Excel-Tabellen zu organisieren.

USB-Anschluss, Schiebeschalter und Vergesslichkeit

Auf der Rückseite des LED-Würfels befindet sich der USB-Anschluss für den Arduino – das elektronische Herz des Würfels. Die USB-Buchse zugänglich zu machen hat meines Erachtens durchaus einen nicht zu verachtenden Vorteil: Ich muss den Würfel nicht demontieren, um den Arduino neu zu programmieren.

Daneben befindet sich der Schiebeschalter, auf den der Pinöppel aufgeschoben wird. Direkt darunter sieht man den Einschub für die MicroSD-Karte – glücklicherweise…

… denn ich hätte beinahe vergessen, den Kartenleser zugänglich am Fussteil einzubauen. Zum Glück kam mir Geistesblitz rechtzeitig, als ich den Druckauftrag am 3D-Drucker starten wollte.

Bezeichnung mit Kreativität

Da der RGB-Würfel an der Rückseite einen Schiebeschalter besitzt, um diesen in einen Debug- / Programmiermodus zu schalten, musste ich diesen natürlich im CAD einbauen, um so halbwegs die korrekten Maße zu erhalten.

Bei der Benennung der Bauteile des Tasters war ich tatsächlich – ausnahmsweise – einmal sehr kreativ: Pinöppel…

… Noch Fragen?

Taster zum Drücken

Der Standfuss, auf welchem der Würfel einmal ruht nimmt langsam Gestalt an. Auf dem Bild zu sehen ist der Ausschnitt, wo sich die Bedientasten befinden werden.

Die Bedienung über diese Tasten wird nur vereinfacht stattfinden, wie es zum Beispiel auch bei Computermonitoren ist. Zwei Tasten für „hoch“ und „runter“, eine „Menü“-Taste zum Auswählen / Bestätigen und noch eine letzte Taste zum Beenden / Abbrechen.

And the Winner is…

Da der LED-Würfel ja dummerweise nicht komplett schon aus dem 3D-Drucker kommt musste ich mir Gedanken machen, wie ich den Würfel zusammentüttel. Klebstoff scheint hier die erste und beste Wahl. Nur welcher Klebstoff?
Zur Auswahl und somit zu ersten Klebeversuchen standen zur Verfügung: „Uhu hart“, „Uhu hart Kunststoff“ und „Uhu Plast Spezial“.

Und um die Überschrift direkt zu beantworten: „Uhu hart Kunststoff“ klebt PLA hervorragend. Eine Verbindung von zwei PLA-Teilen klebt so fest, dass man beim Versuch die Verbindung zu lösen eher die Teile zerstört, als die Klebestelle. Auch die honigartige Konsistenz sorgt dafür, dass geringe Unebenheiten, wie sie beim 3D-Druck nun mal auftreten, gut ausgeglichen bzw. aufgefüllt werden.

Der andere Teilnehmer „Uhu hart“ ist eher der Allrounder. Klebt zwar auch PLA aber hält nicht gerade bombenfest. „Uhu plast Spezial“ klebt wie „Uhu hart Kunststoff“ auch hervorragend, allerdings ist die Konsistenz des Klebers dünnflüssig und so meiner Meinung nach nur für sehr glatte Flächen oder kleine bis Winzige Verklebungen geeignet.

Rettung mit dem letzten Cent…

Heute habe ich endlich angefangen den ersten vollständigen Probedruck eines kompletten Moduls für den Würfel zu machen. Und was fällt mir nach knapp einer Stunde auf, als ich den 3D-Drucker bei der „Arbeit“ zusah?!

Ich habe vergessen die Support-Einstellungen zu machen, damit auch der Ausschnitt an der Eck-LED korrekt gedruckt werden kann… Kurzfristige Abhilfe schafften da nur ein 5, sowie ein 10 Cent-Stück, welche zusammen ungefähr die passende Höhe haben.

Ich glaube beim nächsten Modul bin ich mutig und lasse diesen „Hotfix“ mit den Euromünzen weg, denn scheinbar scheint es ohne Support gut zu gehen.

Probedruck mit Erkenntnissen

Heute endlich der erste Probedruck… Und zwar teilweise das obere Modul und ein paar LED-Halter um Passgenauigkeit zu prüfen. Und daraus entstanden ein paar Erkenntnisse, die zur Anpassung der bisher konstruierten Bauteile führt:

Der kreisrunde Ausschnitt für die LED ist zu knapp bemessen. Ich bin zwar von 10 mm ausgegangen. Tatsächlich sind die LED nur 9 mm im Durchmesser – aber dennoch ist das Loch zu klein.
Die Klebestelle an der Schräge muss dicker werden, da diese aktuell zu wenig Festigkeit bietet.
Die Versteifung neben den Rand-LED’s muss bereits tiefer anfangen, sonst werden hier ungewollt kleine Fenster entstehen.
Allgemein scheint ein Abstand der Halter von 0,2 mm zu wenig zu sein – zumindest dann wenn man Nachbearbeitung vermeiden möchte. 0,4 mm sind hier besser.