USB-Anschluss, Schiebeschalter und Vergesslichkeit

Auf der Rückseite des LED-Würfels befindet sich der USB-Anschluss für den Arduino – das elektronische Herz des Würfels. Die USB-Buchse zugänglich zu machen hat meines Erachtens durchaus einen nicht zu verachtenden Vorteil: Ich muss den Würfel nicht demontieren, um den Arduino neu zu programmieren.

Daneben befindet sich der Schiebeschalter, auf den der Pinöppel aufgeschoben wird. Direkt darunter sieht man den Einschub für die MicroSD-Karte – glücklicherweise…

… denn ich hätte beinahe vergessen, den Kartenleser zugänglich am Fussteil einzubauen. Zum Glück kam mir Geistesblitz rechtzeitig, als ich den Druckauftrag am 3D-Drucker starten wollte.

Organisation im Chaos

Zugegebenermaßen hätte ich ehrlich nie gedacht, dass der LED-Würfel tatsächlich so komplex wird. Mittlerweile sind es über 380 Teile – aber ein Ende ist in Sicht. Denn nur noch wenige Teile müssen im CAD erstellt und danach ausgedruckt werden – und da ist es wichtig den Überblick zu behalten!

Bezeichnung mit Kreativität

Da der RGB-Würfel an der Rückseite einen Schiebeschalter besitzt, um diesen in einen Debug- / Programmiermodus zu schalten, musste ich diesen natürlich im CAD einbauen, um so halbwegs die korrekten Maße zu erhalten.

Bei der Benennung der Bauteile des Tasters war ich tatsächlich – ausnahmsweise – einmal sehr kreativ: Pinöppel…

… Noch Fragen?

Taster zum Drücken

Der Standfuss, auf welchem der Würfel einmal ruht nimmt langsam Gestalt an. Auf dem Bild zu sehen ist der Ausschnitt, wo sich die Bedientasten befinden werden.

Die Bedienung über diese Tasten wird nur vereinfacht stattfinden, wie es zum Beispiel auch bei Computermonitoren ist. Zwei Tasten für „hoch“ und „runter“, eine „Menü“-Taste zum Auswählen / Bestätigen und noch eine letzte Taste zum Beenden / Abbrechen.

And the Winner is…

Da der LED-Würfel ja dummerweise nicht komplett schon aus dem 3D-Drucker kommt musste ich mir Gedanken machen, wie ich den Würfel zusammentüttel. Klebstoff scheint hier die erste und beste Wahl. Nur welcher Klebstoff?
Zur Auswahl und somit zu ersten Klebeversuchen standen zur Verfügung: „Uhu hart“, „Uhu hart Kunststoff“ und „Uhu Plast Spezial“.

Und um die Überschrift direkt zu beantworten: „Uhu hart Kunststoff“ klebt PLA hervorragend. Eine Verbindung von zwei PLA-Teilen klebt so fest, dass man beim Versuch die Verbindung zu lösen eher die Teile zerstört, als die Klebestelle. Auch die honigartige Konsistenz sorgt dafür, dass geringe Unebenheiten, wie sie beim 3D-Druck nun mal auftreten, gut ausgeglichen bzw. aufgefüllt werden.

Der andere Teilnehmer „Uhu hart“ ist eher der Allrounder. Klebt zwar auch PLA aber hält nicht gerade bombenfest. „Uhu plast Spezial“ klebt wie „Uhu hart Kunststoff“ auch hervorragend, allerdings ist die Konsistenz des Klebers dünnflüssig und so meiner Meinung nach nur für sehr glatte Flächen oder kleine bis Winzige Verklebungen geeignet.

Löt-Nichtraucher

Jeder, der im Internet einmal nach „Löten“ oder ähnlichen Themen gegoogelt hat, wird wohl über das Thema „Lötrauchabsaugung“ oder „Lötdampf“ gestolpert sein.
Gleichzeitig wird man Anleitungen finden, wie man sich selbst eine solche Absaugung bauen kann. Selbst gebaute sind zwar vielleicht nicht so effektiv, wie eine professionelle Absaugung, aber für gelegentliche Lötarbeiten wird sie sicherlich ausreichen – und gleichzeitig wird noch das Bastlerherz befriedigt.

Das Für meine Variante wird folgendes benötigt: ein 3D-Druckers, ein alter Lüfter inkl. passendes Netzteil und ein Aktivkohlefilter (Dunstabzugshaube).
Nachfolgend die .stl-Dateien für den 3D-Drucker, sie sind passend für einen 80mm-Lüfter. Achtung: Aktivkohle ist nicht enthalten!

Rettung mit dem letzten Cent…

Heute habe ich endlich angefangen den ersten vollständigen Probedruck eines kompletten Moduls für den Würfel zu machen. Und was fällt mir nach knapp einer Stunde auf, als ich den 3D-Drucker bei der „Arbeit“ zusah?!

Ich habe vergessen die Support-Einstellungen zu machen, damit auch der Ausschnitt an der Eck-LED korrekt gedruckt werden kann… Kurzfristige Abhilfe schafften da nur ein 5, sowie ein 10 Cent-Stück, welche zusammen ungefähr die passende Höhe haben.

Ich glaube beim nächsten Modul bin ich mutig und lasse diesen „Hotfix“ mit den Euromünzen weg, denn scheinbar scheint es ohne Support gut zu gehen.

Probedruck mit Erkenntnissen

Heute endlich der erste Probedruck… Und zwar teilweise das obere Modul und ein paar LED-Halter um Passgenauigkeit zu prüfen. Und daraus entstanden ein paar Erkenntnisse, die zur Anpassung der bisher konstruierten Bauteile führt:

Der kreisrunde Ausschnitt für die LED ist zu knapp bemessen. Ich bin zwar von 10 mm ausgegangen. Tatsächlich sind die LED nur 9 mm im Durchmesser – aber dennoch ist das Loch zu klein.
Die Klebestelle an der Schräge muss dicker werden, da diese aktuell zu wenig Festigkeit bietet.
Die Versteifung neben den Rand-LED’s muss bereits tiefer anfangen, sonst werden hier ungewollt kleine Fenster entstehen.
Allgemein scheint ein Abstand der Halter von 0,2 mm zu wenig zu sein – zumindest dann wenn man Nachbearbeitung vermeiden möchte. 0,4 mm sind hier besser.

Halter-Vielfalt

Nachdem die Konstruktion für das obere Modul endlich abgeschlossen war, konnte ich endlich die LED-Halter konstruieren. Für die LED’s am RandIch habe ich mich für die umständliche Variante entschieden.

Da ich schließlich eine möglichst gleichmäßige Ausleuchtung der Acrylscheiben haben möchte, müssen die LED’s am Rand tiefer und gleichzeitig schräg eingebaut werden um dies zu erreichen. Zusätzlich kommen noch diverse andere LED-Halter hinzu. Sicherlich hätte man dies einfacher machen können bzw. weniger verschiedene Arten von Haltern nutzen können – aber ich habe gerade ein wenig gefallen gefunden am CAD-Programm.